Die Bedeckungsquote steht als Kennzahl im Mittelpunkt der quantitativen Risikoanalyse in Säule 1. Sie ermittelt sich aus dem Verhältnis der Eigenmittel, die als Differenz zwischen den marktnah bewerteten Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten auf Basis der sog. Solvabilitätsübersicht (Solvency II-Bilanz) ermittelt werden, und den Solvabilitätskapitalanforderungen (Solvency Capital Requirement, kurz: SCR). Bei der Bewertung der Eigenmittel wird das Vorsichtsprinzip der HGB-Bilanzierung durch einen marktorientierten Ansatz abgelöst; entsprechend bringt die Betrachtung der Solvabilitätsübersicht an Stelle der HGB-Bilanz für alle Akteure einen Paradigmenwechsel mit sich. Diese neue Denkweise hat vielfältige Konsequenzen, insbesondere bei der Bewertung des Risikokapitals.

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Standardmodell

Meyerthole Siems Kohlruss berät und begleitet Unternehmen bei der Berechnung einzelner Elemente des Standardmodells. Dies umfasst u.a. die Ermittlung der Best Estimate Rückstellungen, der Risikomarge und die Erstellung der Solvabilitätsübersicht. Darüber hinaus unterstützt Meyerthole Siems Kohlruss bei der Validierung der Ergebnisse des Standardmodells.

Unternehmensspezifische Parameter (USP)

Bei der Ermittlung des SCR nach der Standardformel besteht die Möglichkeit, bestimmte Risikofaktoren nach unternehmensspezifischen Daten zu kalibrieren. Im Bereich "Versicherungstechnik Nicht-Leben" dürfen (nach momentanem Stand) beispielsweise Streuungsmaße zum Prämien- und Reserverisiko durch USP individuell angepasst werden. Meyerthole Siems Kohlruss berät Unternehmen bei der Umsetzung und Kalkulation von USP und begleitet die Aufbereitung und Validierung der dazu verwendeten Daten.

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(Partielle) Interne Modelle

Der Informationsgehalt eines (partiellen) Internen Modells geht weit über die Möglichkeiten der Standardformel hinaus und ist andererseits nicht auf Fragen der Solvabilität begrenzt: so kann beispielsweise die Risikoentlastung durch Rückversicherung über ein solches Modell im Detail geprüft werden. Eine passgenaue "Vermessung" der Versicherungstechnik erlaubt detaillierte Analysen zur ökonomischen Beurteilung Ihres Geschäfts (insbesondere im Hinblick auf dessen wertorientierte Steuerung). Dies schafft gerade im Solvency II-Kontext einen wertvollen Wissensvorsprung, etwa bei der Durchführung eines ORSA.