Die im Rechtsraum der Bundesrepublik Deutschland geltenden Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk (VA)) wurden von der BaFin im Jahre 2009 erstmals veröffentlicht und finden ihre Fortsetzung in der Säule 2 des EU-weit gültigen Solvency II-Regimes. Zwar gibt es Gemeinsamkeiten, dennoch ist Solvency II deutlich detaillierter, wenn es darum geht, die Funktionsweise des Risikomanagements zu regeln.

Governance-System

Zur Organisation des vorgesehenen Risikomanagement-Systems gehört die Einrichtung sogenannter Governance-Schlüsselfunktionen. Diese sollen aktuarielle und operationelle Risiken steuern und ihrerseits von einer eigens eingerichteten Revisionsinstanz validiert werden. Meyerthole Siems Kohlruss begleitet das Risikomanagement in aktuariellen und risikostrategischen Fragen und unterstützt die Interaktion der Governance-Funktionen.

Versicherungsmathematische Funktion

Als eine der vier sog. Schlüsselfunktionen gehört die Versicherungsmathematische Funktion (VMF) zu dem in Säule 2 geforderten Governance-System. Ihr Aufgabengebiet umfasst die Beurteilung der Versicherungstechnischen Rückstellungen, der Zeichnungs-, Annahme- und Tarifpolitik sowie der Rückversicherungsordnung. Die VMF berichtet direkt an die Geschäftsleitung und steht in enger Verbindung mit der Risikomanagement-Funktion.

Meyerthole Siems Kohlruss übernimmt die VMF im Rahmen einer (aufsichtsrechtlich erlaubten) Funktionsausgliederung und fungiert dabei durch aktuarielle Expertise und langjährige Erfahrung als Lieferant fachlichen externen Know-Hows.

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Fit & proper

Zu unseren größten Stärken als aktuarielles Beratungshaus gehört fachliche Expertise, gepaart mit einem langjährigen und breiten Erfahrungshorizont. Neben zahlreichen Referenzen in der Branche zeichnet uns eine besondere Sorgfalt in punkto Informationssicherheit aus, was durch die ISO-Zertifizierung unseres Datenmanagements regelmäßig bestätigt wird (aktuell: ISO 27001 durch DEKRA). So stellt die Erfüllung des "fit & proper"-Passus, welcher im Kontext von Solvency II auf die fachliche Eignung ("fit") und Zuverlässigkeit ("proper") externer Dienstleister abstellt, für uns ein "Heimspiel" dar.

ORSA

Neben der Anpassung des Risikomanagements an die Gestaltungsvorgaben der Governance-Richtlinie wird in Säule 2 gefordert, dass die Unternehmen eine regelmäßige umfassende "Risikoinventur" durchführen. Bei einem solchen ORSA (Own Risk and Solvency Assessment) gilt es einerseits, den unternehmenseigenen Risikomanagement-Prozess vollständig abzubilden, welcher sowohl die geschäftsrelevanten versicherungstechnischen Risiken als auch Compliance-Aspekte oder neuartige Einflüsse wie Cyber-Kriminalität mit abdecken sollte. Andererseits soll durch Stressszenarien in einer Mittelfristplanung die Stabilität der eigenen Solvenzlage ermittelt werden. Mit Hilfe eigens entwickelter Softwarelösungen unterstützen wir Ihren ORSA-Prozess kompetent und ganzheitlich.

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